Kein Treppenhaus ohne Handlauf!

von David Fässler

Auf Treppen passieren täglich Unfälle. Doch das muss nicht sein. Ein Handlauf vermittelt Sicherheit. Folgende Punkte gilt es zu beachten.

Die häufigsten Unfälle im Bereich ‚Haus und Freizeit‘ ereignen sich im privaten Wohnraum. Gemäss Darstellung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) gehören Stürze mit einem Anteil von fast 50% aller möglichen Unfälle zu den häufigsten Unfallarten. Die Tendenz ist zunehmend. Das ist nicht weiter erstaunlich, da die Bevölkerung älter wird. Damit steigen auch die Risiken von Unfällen. Diese lassen sich aber mit Prävention und mit Hilfe des MONA-Tools gut vermeiden.

Handläufe sind ein Muss

Eine Treppe im Treppenhaus muss so gestaltet sein, dass sie ohne Gefahr begangen werden kann. Geländer, Brüstungen und Handläufe müssen Personen eine Haltemöglichkeit geben, so dass diese nicht stürzen können. Rechtliche Vorgaben, zum Beispiel aus dem Mietrecht oder der Werkeigentümerhaftung, lassen keine Spielräume offen. Gerade angesichts der älter werdenden Bevölkerung ist die Installation eines Handlaufs, zusätzlich zum Geländer, ein Muss.

Ein Beispiel aus der Praxis

Doris Bohn, die wir in ihrem Heim in Zürich besuchen dürfen berichtet von ihrer persönlichen Wohnsituation. Das Mehrfamilienhaus ist bereits seit vier Generationen das Zuhause der Familie Bohn. Nach einem Sturz im Frühling dieses Jahres war für sie klar, dass im Treppenhaus ein zusätzlicher Handlauf installiert werden müsste, da sie sonst den Weg in den ersten Stock nicht mehr ohne Hilfe schaffen würde. Ihr Gesicht strahlt, wenn Sie von der wiedergewonnenen Lebensqualität erzählt. Dies kommt allen Bewohnern im Haus zu Gute.

Korrekt installierter Handlauf, der über das Treppenende hinausreicht

 

So wird das Gehen auf der Treppe sicherer!

 

Eine gute Installation an der Wand ist besonders bei gewendeten Treppen, wie hier gezeigt, für ein sicheres Treppensteigen wichtig

Handlauf: Gut zu wissen

Die Montage eines Handlaufs ist nicht immer einfach. Gute Fachleute wissen aber Bescheid. Sie haben die kreativen Lösungen, die für die Benutzer nicht nur sicher sind, sondern auch ästhetisch überzeugen.

Als Minimalanforderungen sind folgende Punkte zu nennen, auf die Sie achten müssen:

  • Ovale oder runde Handläufe sind zum Greifen viel bequemer als eckige. Achten Sie auf warme Materialien wie Holz oder Aluminium, das ist gerade in der kälteren Jahreszeit viel angenehmer.
  • Ihr Komfort und Sicherheit wird erhöht, wenn Sie Handläufe auf beiden Seiten der Treppe installieren. Das ist zwar kostspieliger, sichert Ihnen aber Lebensqualität: So haben Sie die Wahlmöglichkeit, wenn Sie aufgrund einer körperlichen Einschränkung einen Handlauf nicht benutzen können.
  • Sie begehen eine Treppe sicherer, wenn der Handlauf ungefähr eine Trittlänge (ca. 30 cm) über den Treppenanfang und -ende hinausreicht.
  • Im Falle von wenigen Stufen und bei guten Platzverhältnissen lohnt sich die Prüfung der Installation einer Rampe. Auch für diese ist ein Handlauf vorzusehen.

Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie die baulichen Massnahmen mit einer Fachperson klären. Ebenso wichtig ist, dass Sie Ihre Anliegen klar formulieren. Wir machen die Erfahrung, dass viele Fachleute die obigen Minimalpunkte nicht kennen.

Gerne erzählen wir Ihnen mehr darüber. Schreiben Sie ein Mail an david.faessler@fredpartner.ch oder erfahren Sie mehr über das MONA-Tool hier.

 

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