MONA auf Hausbesuch zwecks Wohnberatung

von David Fässler

MONA-Tool ist auf dem Tablet oder iPad bequem nutzbar. Wer nicht durch die Wohnung mit dem Tablet schreiten möchte, macht es sich im Sofa oder am Tisch bequem. Wir waren zu Kaffee und Gipfeli bei einem älteren Ehepaar, Margrit und Hans, auf Besuch. Wie eine Wohnungsanalyse und Wohnberatung abläuft.

Die Überbauung stammt aus den späten 90er Jahren. Sie liegt zentral in einer grösseren Stadt des Mittellandes und ist im Grossen und Ganzen schwellenfrei. Ein Lift führt in alle Stockwerke. Die Türen sind alle genügend breit, die Beleuchtung ordentlich. Dennoch fallen einige Mängel auf. Doch der Reihe nach.

Wohnberatung beginnt am Hauseingang

Beide Eheleute sind um die 75 Jahre alt, beide sind körperlich noch fit und sind musisch und kulturell interessiert. Aber auch die harten Fakten sind ein Thema und so starten wir die virtuelle Reise. Diese beginnt beim Zugang zum Haus, der Hauseingang ist problemlos erreichbar. Im Korridor gibt es ein erstes Problem, die Ehefrau erzählt. Bei Regenwetter ist der Boden regelmässig rutschig, selbst mit gutem Schuhprofil besteht Rutschgefahr. Das MONA-Tool gibt zum Thema ‚Bodenbelag‚ einen Lösungshinweis: Den Bodenbelag behandeln lassen, am besten durch eine Fachperson.

Beim Eintreten ins Treppenhaus ist mir aufgefallen, dass es nur ein Geländer, aber keinen Handlauf an der Wand hat. Hans zeigt sich überrascht: „Ja, das wäre sehr hilfreich. Daran habe ich noch gar nie gedacht!“. Obwohl ein Lift zur Verfügung steht, möchten Hans und Margrit so oft es geht, die Treppe benutzen.

Anpassungsmöglichkeiten – virtuell und dennoch anschaulich

Wir treten virtuell in die Wohnung ein. Hier gibt es keine Probleme. Im Badezimmer angekommen erläutert Margrit: „Wenn ich aus der Duschwanne, die eine grosse Schwelle darstellt, aussteige, dann halte ich mich jeweils vorsichtig an der Badetuchstange…“. Ein Blick in MONA zeigt, dass das Festhalten an der Badetuchstange nicht geeignet ist. Sinnvoll ist die Montage einer Badetuchstange, die sich gleichzeitig als Haltegriff eignet.

Die Küche, Zimmer und Balkon bringen ein paar weitere zu optimierende Problemzonen an den Tag. Margrit und Hans sind froh über die Hinweise. Sie wollen sich überlegen, welche Anpassungen für sie in Frage kommen. Am Schluss der Wohnberatung sagt mir Margrit: „Das Wertvolle an MONA ist, dass es einem die Augen öffnet. Mir war Einiges gar nicht bewusst. Ich möchte präventiv einige Themen angehen, bevor ein Unfall passiert.“

Barrierefreies Wohnen im Alter und Wohnberatung mit MONA

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