Selbstbestimmtes Leben im Alter. Auch mit Hilfe von Spitex

von David Fässler

Viele Menschen werden zu Hause alt, nur wenige in einer altersgerechten Wohnung. Wohnungsanpassungen bieten sich an. Welche Rolle spielt dabei Spitex?

Der Bauboom der letzten Jahre hat zu einem grossen Zuwachs an grosszügig ausgestatteten Wohnungen geführt. Zwei Nasszellen und eine Küche mit allem Drum und Dran sind heute normal. Doch es wurde zu viel und das Falsche gebaut: Viele Wohnungen stehen leer, demographische Entwicklungen wurden zu wenig berücksichtigt.

Wir leben in den falschen Wohnungen?!

Es ist keine neue Erkenntnis, dass die Gesellschaft älter wird. Überraschend ist die Geschwindigkeit der demographischen Alterung. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Wir alle leben länger. Wer um das Jahr 2000 geboren worden ist, darf damit rechnen, 100 Jahre alt zu werden. In den letzten 200 Jahren hat sich die Lebenserwartung der westlichen Gesellschaft verdoppelt. Kein Wunder, dass sich die Anforderungen ans Wohnen verändern. Doch die gebaute Realität sieht anders aus: Fehlende Lifte, nicht schwellenfreie Zugänge, alte sanitäre Einrichtungen fördern die Unfallgefahr und mindern die Lebensqualität.

Bauliche Anpassungen von bestehendem Wohnraum

Es wird nicht mehr reichen, rechtzeitig genügend passende Wohnräume für eine älter werdende Bevölkerung bereitzustellen. Deshalb müssen Bauherrschaften bestehende Gebäude und Wohnungen sukzessive anpassen. Doch Eigentümer und Investoren sind zögerlich. Oft fehlt es an Informationen. Bauliche Gegebenheiten und finanzielle Schranken sind zusätzliche Hindernisse.

Spitex als ‘Anschubser’ für MONA

Es geht nicht darum, die perfekte barrierefreie Wohnung zu realisieren. Sondern darum, ein Wohnumfeld zu schaffen, in welchem sich die Menschen sicher und autonom bewegen können. Oft genügt ein kleiner Eingriff. Sei es ein Haltegriff in der Dusche oder eine bessere Beleuchtung im Flur. Pflegefachpersonen oder Personen der Altersarbeit haben ein besonderes Auge dafür. Sie erkennen sofort, wo was getan werden müsste.

Allerdings ist zeitlich kaum Kapazität vorhanden, Fragen rund um Wohnungsanpassungen ausführlich zu behandeln. Hier setzt die Webapp MONA an. Das Tool liefert Informationen und Entscheidungsgrundlagen, wie Sie die eigene Wohnung sicherer und komfortabler machen. Der Hinweis der Spitex auf das Tool kann genügen, dass pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige beginnen, sich mit Wohnungsanpassungen auseinandersetzen. Ein solches ‘Anschubsen’ kann viel bewirken. Für ein sicheres Wohnen im Alter!

Wohnungsanpassungen, Spitex, beides passt zusammen

Wohnungsanpassungen und Spitex bringen mehr Komfort und Lebensqualität

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