Umzug im Alter: Optimale gedankliche Vorbereitung verhindert Stress!

von David Fässler

Viele Menschen wollen so lange wie möglich am vertrauten Ort leben. Oft sind es Ereignisse, wie der Todesfall des Partners oder abnehmende Gesundheit, die einen Umzug im Alter früher oder später nötig machen. Umziehen muss aber nicht ein Stressfaktor sein. Im Gegenteil: Ein Umzug kann die Lebensqualität deutlich verbessern. Eine frühzeitige gedankliche Vorbereitung ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Wie erreichen Sie das für Sie oder Ihre Angehörigen?

Sich frühzeitig mit einem möglichen Umzug im Alter befassen

Ein Umzug sollte gut durchdacht sein. Entscheidend ist aber nicht die Tätigkeit des Umziehens, sondern die gedankliche Vorbereitung auf einen möglichen Wohnsitzwechsel. Es ist lohnenswert, sich frühzeitig damit auseinanderzusetzen. Der Vorgang selber ist innerhalb weniger Tage erledigt. Bevor also die Organisation des Umzugs zur Diskussion steht, ist die Reflexion über das Wohnen in der Zukunft angebracht. Das kann ein längerer Prozess über mehrere Jahre sein.

Umzug im Alter - mit MONA ist es möglich

Folgender Fragekatalog hilft Ihnen und Ihren Angehörigen als Grundlage zu Diskussion, wenn ein Umzug im Alter absehbar sein könnte:

1. Wie möchte ich in Zukunft wohnen?

Vielleicht etwas banal, aber unumgänglich ist die Frage nach der zukünftigen Wohnform. Da nach einem Umzug im Alter (für viele hoffentlich der letzte!) die Wohnung als Aufenthaltsort immer wichtiger wird, stellt sich die Frage nach dem Wie zuerst. Kann ich mir vorstellen, in einer Seniorenresidenz zu wohnen? Oder will ich mit Dritten eine WG gründen? Falls ich auf Hilfe angewiesen sein sollte, ist eine private Wohnung noch sinnvoll oder könnte eine Wohnform mit Betreuungsangeboten vor Ort Sinn machen? Inwiefern soll die Wohnung baulich an meine Bedürfnisse angepasst sein? Mit diesen Fragen wird Vieles klarer. Sie erkennen gleichzeitig auch, was je nach gesundheitlicher Konstitution Sinn machen könnte und welche finanziellen Möglichkeiten bestehen.

2. Wo möchte ich in Zukunft wohnen?

Vor einem Umzug im Alter ist die Frage nach dem Ort zentral. Wohnen heisst nicht nur daheim sein. Die Wohnumgebung ist ebenso wichtig für eine hohe Wohnqualität: Möchte ich innerhalb des Quartiers umziehen, oder kommt ein anderer Stadtteil oder ein anderes Dorf in Frage? Unabhängig vom Alter stellt sich die Frage nach optimaler Infrastruktur wie Einkaufsmöglichkeiten oder medizinische Versorgung in Fussdistanz. Wie gut ist die Anbindung an den öffentlichen Verkehr? Wie einfach können mich Freunde und Bekannte besuchen?

3. Welche Kontakte möchte ich in Zukunft haben?

Diese Frage müsste am Anfang stehen, weil, so meinen wir, das wichtigste im Leben eines Menschen die Qualität der sozialen Kontakte sind. Ältere Menschen wissen, wieviele und welche soziale Kontakte sie wollen und benötigen. Wer sich also entscheidet, in einem ländlichen Dorf alleine ein einer Wohnung zu leben, nimmt damit bewusst oder unbewusst in Kauf, dass die Organisation der sozialen Kontakte schwieriger werden könnte. In diesem Kontext stellen sich folgende Fragen: Welche Teilhabe am Leben im Dorf oder im Stadtteil ist mir wichtig? Möchte ich sportlich, kulturell, musisch in einem Verein tätig sein? Wie wichtig sind mir informelle und spontane Kontakte in der Nachbarschaft? Was bedeutet mir das Pflegen von Kontakten über das Internet?

Die intensive und frühzeitige Auseinandersetzung mit diesen drei Punkten bereitet optimal auf ein bevorstehendes Umziehen vor. Ein Umzug im Alter muss nicht ein Stressfaktor sein, sondern ist eine Chance zur Steigerung der Lebensqualität. Welches sind Ihre Erfahrungen? Schreiben Sie uns!

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